Danke, Schluss.

Gleich zuallererst: Yoga ist für mich weit mehr als nur eine Asana (Körperhaltung), es ist eine Geisteshaltung. Ich erinnere mich an einen meiner Lehrer, der sinngemäß sagte: Am Verhalten der Menschen auf ihrer Yogamatte kannst du erkennen, wie sie sich draußen im Leben verhalten. Ich erinnere mich noch gut: Meinen Augen blitzen auf, ich hatte den Auftrag meiner Seele erkannt.



Eine wunderbare Erkenntnis, die sich von meiner eigenen Matte ins Leben spiegelte und den Wandel in mir sichtbar machte.


Das ist auch nach wie vor jener Teil, den ich am faszinierendsten am Unterrichten finde. Das Erkennen der Essenz und des Potenzials der Schüler einerseits, ihrer sich auferlegten Hindernisse andererseits. Das mag dich vielleicht erschrecken. Nur, . . . was genau erschreckt dich daran? Ertappt zu werden in deinen eingetrichterten Unzulänglichkeiten, in deinen selbsternannten Schwächen? Bereitet es dir Unbehagen, dass dich jemand so in deinem Sein wahrnimmt, wie du wirklich, wirklich bist?


Die Gabe, Menschen in ihrem wahren Sein zu erkennen, ist nicht immer ein Segen. Am liebsten würde ich sofort die Potenziale eines jeden freisetzen. Doch es braucht die Illusion der Zeit, damit jeder seine Schritte, hinaus in seine eigene Wahrheit, nach und nach setzen kann. Im eigenen Tempo. Mein Lehrerdasein und Begleiten sind davon geprägt, anderen als Inspiration zu dienen, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Alles zu seiner Zeit.


Welche Zeit ist jetzt?


“Jetzt” ist auch Ausgrenzung, Diffamierung, Diskriminierung und das Neuverpacken und Aneinanderreihen von Worten, die uns sagen, wie und was wir sein sollen und die uns ermächtigen, unser rechtfertigendes Verhalten zu entschuldigen. Die ursprüngliche Bedeutung der Worte wird ausradiert, überlagert, ersetzt. Neue Bezeichnungen werden kreiert, Anglizismen halten vermehrt in unserem Sprachgebrauch Einzug ohne hinterfragt zu werden. “Social Distancing” beispielsweise, das genau genommen einen Widerspruch in sich trägt oder, genauer gesagt, trug: Seit 19.2.2021 ist die Definition von “sozial” in Wikipedia um eine Bedeutung ergänzt.


Und wie verhält sich das “Jetzt” mit Yoga? Studios grenzen zum Wohle anderer aus und bleiben für jene, die die Maßnahmen anders betrachten, weiterhin verschlossen. Entweder, weil die Besitzer von diesen überzeugt sind (was auch gut ist), oder weil sie, auch wenn sie nicht von allem überzeugt sind, ihr Business anderenfalls zusperren müssten - was für einige mit oder ohne Überzeugung übrigens schon der Fall war. [Anm.: sie dazu auch den Blog Beitrag vom 8.4.2020] Für mich persönlich hat weder das eine noch das andere etwas mit Yoga zu tun. Es gibt, grob gesagt, zwei Seiten, in die differenziert wird: sozial und asozial. Wo ist das Menschsein und das sich selbst Treusein dürfen geblieben? Mehr noch:


Wo ist die Selbstliebe geblieben?

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Das kennen die meisten aus der Bibel. Wenn du dich also selbst liebst, dann erst bist du wahrhaftig fähig, andere zu lieben. Für viele ist Selbstliebe nach wie vor ein Fremdwort. Sie tun alles für andere und stellen sich selbst hinten an. Für ebenso viele birgt Selbstliebe ein riesiges Lernpotenzial. Auch für mich. Daraus ergeben sich auch immer wieder so unglaublich viele Fragen, wie zum Beispiel die folgenden:


Was bewegt die Menschen zur Befolgung von auferlegten Maßnahmen, die einer Fremdbestimmung und Entmündigung dessen, was einem gut tut und was nicht, gleichen? Wer weiß es denn besser, was mir gut tut, als ich selbst? Vielleicht entrüsten dich solche Fragen. "Ist ja klar, warum ich das alles mache, was mir gesagt wird, es geht hier ja schließlich um Menschenleben.", könnte eine der Antworten sein. Liebe ich mich tatsächlich selbst genug und tue es in erster Linie für mich, für meine Gesundheit? Oder wird es mir aufdringlich in sämtlichen Botschaften von Außen nahegelegt, auch der "Nächstenliebe" willen? Habe ich Angst um mein Leben? Und falls ja, warum? Welche Maßnahmen machen intuitiv für mich Sinn? Was kann ich selbst dazu beitragen, mein Immunsystem leistungsfähig und mich gesund zu halten? Was geht gegen den gesunden Menschenverstand? Was und wieviel lasse ich mir gefallen, nur um der Gesellschaft zu entsprechen? Wenn - wie beispielsweise zu Beginn der Stäbchentests - jeder erneute Test eine Qual darstellt, weil die Nasenscheidewand bereits blutig verkrustet ist, frage ich mich: wo liegt die Schmerzgrenze und was kommt als nächstes? Oder sich nach einer Woche krank im Bett zu beklagen, dass der Körper selbst eine Woche danach noch nicht "fit" ist. Wann beginnt der Mensch sich zu spüren? Für sich selbst einzustehen und der Selbstliebe willen Nein zu sagen zu allem, was ihm nicht gut tut?


Das gleiche gilt für die Impfkampagne. Lasse ich mich impfen, weil ich persönlich davon überzeugt bin, dass es mir, meinem Körper gut tut? Habe ich mich damit auseinandergesetzt, mich grundlegend darüber informiert? Konsumiere und vertraue ich blind, dem, was mich beschallt? Mache ich es gar nur für andere und setze deren Gesundheit in den Vordergrund der meinen? Mache ich es, weil es vorgeschrieben ist und es "alle" tun? . . . zum Selbstzweck, weil ich nicht mehr testen möchte? . . . frei sein möchte? . . . weil ich keine andere Wahl habe?


Ich habe auch Entscheidungen gehört, wie “Ich mache das für XY”. Warum, wenn ich fragen darf? Springst du für andere auch vom Dach? Und wieso ist dieser eben genannte Vergleich nicht zulässig, wenn es um deine Gesundheit, um dein Leben geht? Nochmals hier die Frage: Wo ist die Selbstliebe geblieben? Selbstliebe hat nichts mit dem Ego der Gedanken, dem sogenannten klein machenden Ego zu tun. Selbstliebe bedeutet einen gesundem Egoismus zu leben, der darin liegt, die Selbstverantwortung für sich aus dem Herzen zu erkennen, sich zu spüren, sich, wie das Wort impliziert, selbst zu lieben. Vielleicht möchtest du mit diesem Gefühl die aufgeworfenen Fragen nochmals durchlesen und hineinspüren.


Hast du eine Wahl?


Ja!


Egal wofür du dich entscheidest, damit triffst du eine Wahl. Achte jedoch darauf, die Schuld keinem anderen zu geben sondern dich alleine dafür in die Verantwortung zu nehmen. Es ist so einfach, sich der Verantwortung zu entziehen, egal in welchem Belange. Wir kennen das oft schon aus unserer Kindheit. Bereits da werden wir mit Phrasen beladen, die uns ein schlechtes Gewissen bereiten sollen und es auch schaffen, unser Handeln in Folge zu beeinflussen. Diese Muster geben wir entweder bewusst (manipulativ, verletzend) oder unbewusst weiter. "Deinetwegen habe ich meinen Job aufgegeben", "Jetzt bin ich extra wegen dir hierher gefahren.", um einfache Beispiele dazu zu nennen. Heute denke ich mir dazu: Wie nett. Warum? Wer hat die Entscheidung oder auch keine Entscheidung, die übrigens auch eine ist, getroffen?


"Warum" scheint mir überhaupt eine der wichtigsten Fragen zu sein. Erinnere dich daran, wie wissbegierig Kinder sind und wie oft ihre Fragen bereits im Keim erstickt werden. Wir dürfen hinterfragen. Immer. Egal, wie alt wir sind. Wir dürfen auch als Erwachsene lernen, hinderliche, uns begrenzende Mustern zu hinterfragen und sie hinter uns zu lassen. Es ist kein leichtes Unterfangen, denn auch die Dauerbeschallung der Medienwelt sorgt dafür, dass dieses einmal initiierte schlechte Gewissen aus dem Unterbewusstsein stets abgerufen und weiter vertieft wird. In Worten, Gesten und Bildern. Unsere Synapsen im Gehirn bilden eine Dauerschleife - du kannst dir das wie einen Trampelpfad vorstellen. Das führt dazu, dass wir automatisch reagieren. Das neu Denken und Fühlen ist abgeschaltet, ein Automatismus eben. Nur durch das Infragestellen alter Strukturen entstehen neue Strukturen. Durch Üben allerdings lässt sich ein Neuvernetzen der Synapsen trainieren.


[Anmerkung: Wenn dich dieses Thema der Neuvernetzung der Synapsen, auch Neurogenese genannt, interessiert, melde dich gerne bei mir zwecks Terminvereinbarung.]


Wirst du noch oder bist du schon?


Seit ich denken kann, gibt es Werbung. Was uns da nicht alles verkauft wird! Herrlich! Und was du nicht noch alles brauchst! Damit du wer bist! Ja . . . wer bist du denn eigentlich?


Werbung ist wunderbar. Ich war schon in jungen Jahren so fasziniert davon, dass ich damit bestimmt auch meine Eltern verrückt gemacht habe. "Horch dir das an!" Jede Werbung habe ich zerpflückt. Letztendlich saß ich an der Uni und habe mich in das Manual der Manipulation vertieft. Großartige Lehrer aus der Wirtschaft haben dazu meinen Horizont erweitert. Meine Lieblingsprofessorin dazu: Helene Karmasin. Vielleicht ist sie dem einen oder anderen ein Begriff aus der Meinungsforschung. Ich weiß also, wovon ich spreche, wenn ich meine Sicht auf die Medienlandschaft darlege. War ich auch mehrere Jahre in dieser tätig. Und wie sich herausstellte, war auch Statistik eines der wichtigsten Fächer, das man je an der Uni belegen konnte. Heute mehr, denn je. Die Quintessenz des Studiums: Glaube nichts. Hinterfrage kritisch. Bleibe wach im Geist. Dazu muss man allerdings nicht studiert haben. Diese Quintessenz sollte vielmehr eine Lebenshaltung eines jeden sein. Sie stärkt unsere Selbstverantwortung.


Ja, . . . wir sind alle auf dem Weg, alle in einem Prozess. Ganz gleich wo gerade im Prozess wir stehen, wir sind bereits. Wir brauchen nichts zu werden. Ich wiederhole: Wir sind. Und zwar Alles! Wir sind alle Eins.


Yoga Lehren, Sutren - sind sie nur noch Schall und Rauch?


Manchmal habe ich heute das Gefühl, Yoga fand für viele nur auf der hippen Yogamatte in schicken Pants und Shirts statt. Es war cool mit der umgehängten Matte herumzulaufen, zu demonstrieren, dass man ein Yogi ist. Es gehörte zum Lifestyle. Für andere, die Industrie, war das Yoga Business eine Cash Cow. Was ist davon geblieben? Verblasste Scheinheiligkeit? Ein Tool, das durch herausfordernde Zeiten hilft? Vielleicht ist das, was wir seit über einem Jahr erleben, alles genau so notwendig. Vielleicht ist das sogar der einzige Weg, die Bedeutung des Yoga für sich selbst herauszufinden.


Für mich bedeutet Yoga: Kein Wegsehen. Kein tatenlos Zusehen. Kein Reagieren. Stattdessen beobachten, genau hinsehen und agieren. Für mich ist mit dem oben erwähnten “Jetzt” Schluss, innerlich ja schon sehr, sehr lange. An dieser Stelle ist, denke ich, klar, wie ich zu 3g, Zensur, Angst- und Panikmache stehe. Spätestes jetzt. Als stets Hinterfragende und alle Seiten Beleuchtende wurde ich in der Yogaszene als C. Leugnerin bezeichnet, in eine Schublade gesteckt und das von Menschen, die kaum etwas von mir wissen und dennoch glauben, mich zu kennen. Ich ließ mich auf energieraubende Diskussionen ein, die keine waren, sondern auf Diffamierung abzielten. Es ging mir eine Zeit lang wirklich nahe. Damit ist Schluss. Ich habe mich immer wieder selbst hinterfragt, durfte mich in Akzeptanz üben und meine Werte überprüfen. Immer wieder wurde meine Loyalität zu mir selbst auf die Probe gestellt. Wie sehr kann ich bei mir bleiben? Es bleibt für mich ein lebenslanges Training. Auch das ist Yoga.


Diejenigen, die mich wirklich kennen, wissen, dass ich Menschen, den Dialog, die Diversität und die Wahrheit liebe. Jeder soll seine Wahrheit leben. Es gibt keine Ausgrenzung bei mir. Wir dürfen in einem respektvollen Miteinander sein und voneinander lernen. In meinen Bewegungseinheiten und Beratungen ist jeder herzlich willkommen. Du allein entscheidest, was für dich richtig ist. Frei und von Herzen. Sei einfach du.


Jene, die wissen möchten, wie ich zu den Notzulassungs-Impfstoffen stehe: Ich habe mich im Moment noch dagegen entschieden und warte ab. Ich wurde sogar gefragt, ob ich, gesetzt den Fall ich um mein Leben kämpfend auf der Intensivstation lande, mir nicht wünschte, mich pro Impfung entschieden zu haben. Meine Antwort ist nein. Wenn ich durch Yoga eines gelernt, verstanden und verinnerlicht habe, dann das: Mein Körper ist eine Blaupause, das Gewand meiner Seele. Ich werde darauf Acht geben und seine Natürlichkeit bewahren, so gut ich kann. Ist der Zeitpunkt des irdischen Abschieds gekommen, dann soll das so sein, wissend, dass ich meinen Seelenauftrag erfüllt habe und mich für neue Aufgaben bereit machen kann. Wir sind Energie und werden es immer sein.


Yoga bedeutet Einheit. Wir sind mit allem Eins. Das ist und bleibt unverrückbar. Ich will Yoga weiterhin leben. Ich will, dass Yoga weiterhin für alle zugänglich ist. Ich will euch Menschen helfen, euch unterstützen, euch begleiten, euch das Leben schöner machen. Gemeinsam IST das Leben schön. Oder haben wir das aufgrund der "neuen Höflichkeit" schon vergessen?


Während ich hier schreibe, erinnert mich gerade der Duft der gesammelten, zum Trocknen aufgelegten Lindenblüten daran, inne zu halten. Aus den Gedanken auszusteigen. Im Hier und Jetzt zu sein. Und daran halte ich mich JETZT.


Herzlichst,





P.S.: Private Einheiten und Gruppen buchbar. Kontaktiere mich gerne zu Details!


129 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Help!