Wenn das Wörtchen "Wenn" nicht wär . . .

Aktualisiert: Apr 28

. . . oder: Die guten Seiten des Virus


Ich habe mir so meine Gedanken über die aktuelle Situation gemacht. Viel mehr noch, ich habe in mich hinein gespürt, wo dieses Thema in mir sitzt. Wo es mich einengt. Wo es mich persönlich berührt. Das kann für jeden von uns ganz unterschiedlich sein, sich anders anfühlen.


Im Außen werden uns gerade im übertragenen Sinne Grenzen gezogen, Distanzen auferlegt, das Korsett wird immer enger geschnürt … Haben wir das mit uns selbst nicht schon längst davor gemacht? Uns distanziert? Uns abgegrenzt? Verdrängt und ignoriert? Unsere Augen vor vielem verschlossen? Vor langer Zeit begonnen, ist dieses Thema jetzt auch für diejenigen, die sich abwandten, im Außen in einer anderen Form so präsent und sichtbar, dass ein Wegsehen unmöglich wird. Wie spürt sich das für dich an? Wie geht es dir mit diesem Thema? Ein paar Aspekte dazu habe ich beleuchtet.


Davor ein kleiner Exkurs: Das Außen, das sind wir alle. Alles, was wir denken, tun, fühlen .. alles das manifestiert sich im Außen - es ist unser unmittelbarer Spiegel. Was also will uns diese aktuelle Situation vermitteln? Mein erster Impuls war: Wir sind mitten im Krieg und kaum einer merkt es. Was als Machtmissbrauch in unserem eigenen Verhalten begann, nimmt immer größere Dimensionen an. Politiker und Medien halten uns in schach, schüren unsere Angst und steuern uns damit. Die einen schlagen daraus Profit, andere gehen schachmatt. Wir beginnen vermeintliche “Schuldige” zu suchen, urteilen, grenzen andere aus, grenzen uns ab, erweitern die Distanz. Wir meiden Berührungen (sind auch dazu angehalten), unser Stresspegel steigt, wir werden aggressiv. Der Angstzustand, den wir manchmal nicht erkennen und den wir uns bewusst oft nicht einmal eingestehen, wächst und gedeiht in uns, wie ein Virus . . . Eine Spirale, die sich endlos ausdehnen kann und uns schlichtweg krank macht. Am Steuerhebel sind dann längst nicht mehr wir selbst, sondern andere.


Was passiert bei Angst? Unser Angst- und Stresszentrum im Gehirn, die Amygdala, vergrößert sich (wir fühlen uns daher ängstlicher), während sich gleichzeitig der präfrontale Kortex, der für die Kontrolle unserer Gefühle und Verhalten zuständig ist, verkleinert (wir können unsere Gefühle also weniger kontrollieren). Wir fühlen uns wie paralysiert, traumatisiert und sind viel zu sehr im Kopf statt im Herzen. Im Körper laufen die Notprogramme ab, der Sympathikus schaltet auf “Flüchten” Modus. Adrenalin wird ausgeschüttet und unser Körper steht unter Stress. Fahren wir diesen Modus über längere Zeit, wird der Körper müde und anfällig, das Immunsystem beginnt zu schwächeln und wir werden krank. Bei den Zahlen, die uns Medien vorsetzen, gibt es natürlich keine Angaben über Lebensumstände derjenigen Menschen, deren Körper das Virus dahinrafft. Sicher ist, solange Du auf dich achtest, gesund lebst, Stressverhalten meidest, lachst, in die Natur gehst, positiv bist und von Herzen liebst .. umso weniger anfällig bist Du dafür. Also eine der gute Seite des Virus: eine wunderbare Erinnerung, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben - unsere Selbstverantwortung erkennen und annehmen lernen.


Yoga Lehrerin übt mit Kindern im Kids Yoga einfachen Haltung Sukhasana, halben Lotussitz oder Lotussitz. Hände zusammen vor Brust in Namaste. Mein inneres Licht grüßt dein inneres Licht.

Eine andere gute Seite: Wir werden daran erinnert, den Blick auf unser Innerstes, unser wahres Sein zu richten. Für die Jüngsten im Kinderyoga gibt es zum yogischen Gruß “Namaste” die Erklärung, dass wir gegenseitig unser inneres Licht grüßen. Wir, die Erwachsenen haben auf dieses Licht vergessen, wir haben verlernt zu strahlen. Mehr noch, wir verdrängen bewusst dieses Licht in uns, damit wir unsere Schattenseiten (Schwächen) verdecken, denn Licht wirft Schatten. Jedoch, es gibt kein Hell ohne Dunkel. Beides hat seine Daseinsberechtigung. Unsere Natur möchte immer eine Balance Beider. Wir werden jetzt daran erinnert Hinzusehen: auf Ausreden, Ignoranz (ein nicht erkennen Wollen), Muster, Gewohnheiten, obsolete Glaubensgrundsätze. Auf alles, wovor wir gerne die Augen verschließen, uns klein fühlen oder uns klein machen (lassen). Wieviel Macht nutzen wir, um unsere Schwächen verdeckt zu halten, um zu funktionieren, um zu manipulieren? Schauen wir hinaus in die Welt, in unser nahes Umfeld, wie verbissen Menschen um Macht kämpfen, egal um welchen Preis! Und dann schau nochmals nach innen - wo findest Du diese dunklen Anteile in dir? Wo stellen wir uns über andere, nehmen uns mehr Rechte heraus anstatt auf Augenhöhe zu handeln und zu gestalten? Sobald wir bereit sind, die Quelle der ungeliebten Teile in uns zu entdecken, können wir lernen diese anzunehmen, damit sie heilen dürfen. In der Heilung wird unser wahres Sein, die bedingungslose Liebe, offenbart. Geschieht dies in dir, heilt auch unsere Welt.


Herzlichst,


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